Ihre Frage aus der Frage-APP zum Thüringer Tourismustag 2020

Birgitt Röder: Zuerst ganz herzlichen Dank, dass nun die Möglichkeit der virtuellen Teilnahme am Thüringer Tourismustag ermöglicht wurde. Ich habe festgestellt, daß die europäischen Kulturrouten (viele Thüringer Städte / Orte liegen an den unterschiedlichsten europäischen Kulturrouten – ich möchte an dieser Stelle nur die VIA REGIA heraus heben) bisher in den Medien (Papier/medial) nicht mit beworben werden. Dazu existiert immerhin schon ein europäisches Netzwerk und das Europäische Kultur- u. Informationszentrum Thüringen sitzt gleich um die Ecke von der TTG in der Bahnhofstrasse 27 in Erfurt. Nochmal herzlich willkommen in Erfurt, Herr Dr. Hofmann und vielen Dank für Ihre Ausführungen.

Antwort: Das touristische Landesmarketing stützt sich entsprechend der Tourismusstrategie im Sinne der Markenprofilierung und – schärfung auf inspirative und zielgruppenrelevante Angebote des Landes. Die sogenannten Markenbotschafter des Landesmarketings durchlaufen einen dementsprechenden Qualitätsprozess, der auch den Kulturrouten offen steht.
Die weitergehende und inhaltlich breiter aufgestellte informative Zielgruppenbearbeitung erfolgt dann auf der nächstfolgenden Ebene der Regionen und Städte.
Weiterführende Informationen

 

Kirchner: Thüringen hat in allen Regionen vom Norden zum Thüringer Wald von Ostthüringen bis Thüringer Becken, ein breit gefächertes Wanderwegenetz. Sollte man, was die Jahre bis jetzt noch zu kurz kam, nicht Thüringen mit aufbauen und in die Vermarktung bringen als ein spezielles Wanderland (nicht die Berge von Südtirol oder die Fläche von Brandenburg) aber interessante Wandermöglichkeiten und Kultur/ Traditionen – Thüringen mit zu einem Synonym für Wandern machen. Es gibt Menschen die wollen Wandern und machen gezielt – Wanderurlaub und es gibt Meschen die machen Urlaub/Kultur und möchte auch ein bisschen Wandern mit dazu – sollten wir nicht diesen zeigen, dass Beides in Thüringen geht.

Antwort: Wandern und Aktivitäten in der Natur spielen in Thüringen eine große Rolle. Viele Akteure in Thüringen, z.B. Wanderwegewarte, Landratsämter, Städte und Gemeinden, Beherbergungsbetriebe, die Thüringer Tourismus GmbH, das Thüringer Wirtschaftsministerium usw. arbeiten stetig daran das Wanderangebot und die Wanderqualität in Thüringen zu steigern. Die Touristische Wanderwegekonzeption Thüringen 2025 bietet hierfür die strategische Grundlage. Aktuelle Informationen findet man im Tourismusnetzwerk Thüringen. Zudem gibt es einen Austausch der verschiedensten Akteure im Kommunikationsraum (KoRa) des Tourismusnetzwerks, dem jeder beitreten kann. Auch Beherbergungsbetriebe können ihren qualitativen Beitrag für Wandergäste leisten, indem sie sich mit der Qualitätsinitiative Wanderbares Deutschland auseinandersetzen.
Auch im Marketing spielt Wandern eine große Rolle – jedoch nicht als alleinstehendes Thema, sondern passend aufbereitet für die jeweilige Zielgruppe. Und so finden sich auch in der aktuellen Recovery-Kamapgne viele Wander- und Naturthemen, aufbereitet als lesenswerte Geschichten mit ansprechendem Bild- und Filmmaterial.

 

Frau Werner: Hr. Dr. Hofmann – Sie sagten selbst: Thüringen hat Fläche. Die bisherige Vermarktung konzentriert sich jedoch auf Leuchttürme und Städte. Das fällt der „Fläche“ derzeit auf die Füße. Gibt es hier geplante Änderungen?

Antwort: Die Thüringer Tourismus GmbH hat die Aufgabe das Image für Thüringen zu prägen. Tatsächlich gibt es immer noch viele Menschen, die noch immer kein Bild von unserem Reiseland haben. Das wollen wir ändern – mit einem Marketing, das sich auf herausragende Produkte konzentriert (unsere Leitprodukte, Markenbotschafter und TOP Gastgeber). Auf diesem Weg wollen wir neugierig machen, die Sehnsucht wecken, an faszinierende Orte einladen und auch den Kennern ihnen noch unbekannte Schätze präsentieren. Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden Sie im Tourismusnetzwerk Thüringen.

 

Anomym: Viele Nebengewerbe (Gästeführer etc) sind im Tourismus, die ebenfalls einfach wegfallen, gibt es für diese auch Unterstützung? Wieder müssen wir Termine absagen 🙁

Antwort: Die Antwort auf diese Frage, werden wir in Laufe der Woche hier abbilden. Dazu benötigt es noch Informationen aus dem Wirtschaftsministerium. Vielen Dank für Ihre Geduld.

 

Sebastian Keßler: Wie können Leistungsträger zu Markenbotschaftern werden und wie werden sie dann von der TTG im Marketing mitgenommen?

Antwort: Der Markenbotschafterprozess beginnt in der ErlebnisWerkstatt. Hier durchlaufen POIs, Wanderwege, Radwanderwege, Events sowie Städte den Pfad „Ich möchte Familienmitglied werden“. Die jeweilige regionale Tourismusorganisation (DMO) und die Thüringer Tourismus GmbH schauen gemeinsam auf die Bewerbung. Den Abschluss bildet ein Kooperationsgespräch. Der Status „Markenbotschafter“ gilt für 5 Jahre. Der Markenbotschafterprozess ist in erster Linie ein Qualitätsprozess. Viele qualitative Verbesserungen der Angebote sollen darüber im Land angestoßen werden. Dazu gehören zum Beispiel die Ausrichtung auf die jeweilige Zielgruppe, das Bereithalten von englischsprachigen Informationen oder auch die Sensibilisierung für die Themen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit. Markenbotschafter profitieren von der Arbeit im Netzwerk mit Markenbotschaftern innerhalb des gleichen Reisemotivs (Reisemotivgruppe), einer zielgruppengerechten Ansprache über das TTG-Marketing (Newsletter, Social-Media-Aktivitäten, Pressereisen, Thüringen Magazin…) sowie einer genaueren Betrachtung innerhalb des Förderausschusses. Weitere Informationen finden Sie im Tourismusnetzwerk Thüringen.

 

Rosenberg: Wie sieht es mit finanziellen Unterstützungen für Studenten aus, insbesondere für duale Studenten? Viele von uns haben keine Einnahmen, da der Praxisbetrieb nicht zahlen kann oder der Nebenjob entfällt.

Antwort: Die Antwort auf diese Frage, werden wir in Laufe der Woche hier abbilden. Dazu benötigt es noch  Informationen aus dem Wirtschaftsministerium. Vielen Dank für Ihre Geduld.

 

Kathrin: Thüringen ist noch unbekannt beim Endverbraucher… Das haben gerade auch einige Statements gezeigt. Welche Pläne gibt es das Thüringer Landesmarketing etwas frischer zu gestalten?

Antwort: Zukünftig versucht Thüringer mit einer markanteren und prägnanteren Kommunikation qualitativ hochwertige Produkte selbstbewusst ins Schaufenster zu stellen.

 

Peter von Steuber: Wie kann man den Thüringen Tourismus namentlich Angebote im Bereich Kultur, Kulinarik und Sport junge Leute attraktiv machen bewerben und gestalten ? Peter von Steuber 18 schüler

Antwort:Vorangig zu nennen ist, dass es wichtig dabei ist junge Leute in die Produktentwicklung einzubeziehen. Dieses Ziel wird bereits von der IUBH Erfurt verfolgt. Weiterhin setzt Thüringen mit der entsprechenden Zielgruppenansprache explizitit passende Produkte für die entsprechende Zielgruppe in der Vermaktung ein. Hier zum Beisiel seien Erfurt, als quirlige Stadt, der Rennsteig als Mountainbikeparadies oder die vielen Festivals genannt.

 

Sebastian Keßler: Die Eigenkapitalquote in der Gastronomie ist gering. Nun kommt die zweite Zwangsschließung für 4 Wochen. Große Weihnachtafeiern wird es nicht geben. Was kann die Politik tun, damit uns die Leistungsträger nicht wegbrechen?

Antwort: Die Frage müsste differenziert betrachtet werden – betrifft es Leistungsträger, welche ggf. Anspruch auf die versprochenen 75% haben oder fallen diese Leistungsträger durch das Raster.

 

Schmidt: Ist das zukünftige DZT-System mit der ThüCAT kompatibel? Oder ist dafür eine teure Individual-Lösung (Programmieren einer Schnittstelle) nötig? Nutzt die DZT die Erfahrungen der TTG?

Antwort: Das Projekt der DZT erfolgt in Zusammenarbeit mit den Landesmarketingorganisationen und den Magic Cities. Grundlage ist die Bekenntnis aller Beteiligten, ihre touristischen Daten in Form von Linked Open Data zur Verfügung zu stellen. Der geplante Knowledge Graph der DZT dient als Datenpool des Tourismusstandortes Deutschland für innovative, digitale Anwendungen. Die technische Umsetzung des Projektes beinhaltet die Schaffung von Schnittstellen zu den Länderdatenbanken. Die ThüCAT ist bereits darauf vorbereitet: Sie verwendet den gleichen Sprachstandard und ist auf einer ontologischen Datenbank-Technologie aufgesetzt. Einen sehr guten Einblick in die Hintergründe und die Umsetzung des Open Data Germany Projektes der DZT bietet die Website https://open-data-germany.org/.
Weitere Informationen und Ansprechpartner

 

Sebastian Keßler: Mit der Thüringen Card verlieren wir ein Instrument zur Gästelenkung. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Gäste in Thüringen an die Hand nehmen.

Antwort: Es ist gelungen, diese Form der Tourismuswerbung in den meisten Regionen und Städten zu etablieren bzw. die Entwicklung vieler regionaler und städtischer Gästekarten anzustoßen. So gibt es mittlerweile eine Weimar Card, eine Erfurt Card, eine Jena Card, eine Rabattkarte für den Thüringer Wald oder eine Oberhof Card. Entwicklungen wie diese sind begrüßenswert, da sie nicht nur den Tourismus und die Identität der einzelnen Reiseregionen Thüringens stärken, sondern auch die Arbeit der DMO (Destination Management Organisationen) unterstützen. Diese langjährige Entwicklung macht eine parallellaufende, landesweite Karte letztendlich redundant und damit für viele Partner entbehrlich.

 

Anonym: Leuchtturm für Thüringen ist leider nicht Städtetourismus. Wann wird der Thür Wald als Leuchtturm erkannt und vermarktet?

Antwort: Der Thüringer Wald und vor allem der Rennsteig spielen im Marketing eine zentrale Rolle. Der Rennsteig ist für Thüringen ein Leitprodukt und ist damit eines unserer Schaufensterprodukte. Ergänzt werden die Leitprodukte im Marketing durch sogenannte Markenbotschafter. Den Markenbotschafterprozess haben bereits die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn, der Hohenwarte Stausee Weg oder auch die Saalfelder Feengrotten erfolgreich durchlaufen. In unserer aktuellen Recovery-Kampagne „Tür an Tür mit Thüringen“ spielt der Thüringer Wald daher in sehr unterschiedlichen Facetten eine große Rolle.
Doch auch der Städtetourismus hat für Thüringen eine hohe Bedeutung, wie die steigenden Übernachtungszahlen der vergangenen Jahre immer wieder bestätigen.

 

Die Thüringer Kammern, sowie der DEHOGA und die Thüringer Aufbaubank stehen ebenfalls weiterhin den Unternehmern für Fragen zur Verfügung. Die bekannten Hotlines sind weiterhin geschaltet.

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